Home Sport-Verletzungen Sprunggelenk

1. Anatomie des Sprunggelenks

2. Bänder des Sprunggelenks

3. Verletzungen am Sprunggelenk

4. Behandlungen von Verletzungen des Sprunggelenks



1. Anatomie des Sprunggelenks


Das Sprunggelenk wird in ein oberes und ein unteres Sprunggelenk eingeteilt.

Das obere Sprunggelenk ist ein Schaniergelenk und ermöglicht die Auf- (Extension) und Abbewegung (Flexion) des Fußes. Es besteht aus dem unteren Schienbeinende als tragende Gelenkfläche, dem Innen- und dem Außenknöchel als seitliche Führung und dem Sprungbein (Talus).

 


 

Das untere Sprunggelenk dient der Anpassung der Fußfläche an unterschiedliche Bodenprofile und ermöglicht die Einwärts- (Pronation) und Auswärtsdrehung (Supination) des Fußes.

 

Das obere Sprunggelenk ist gegen Querbewegungen mit einem kräftigen Kapsel-Bandapparat gesichert, der unterhalb von Innen- und Außenknöchel verläuft.

 


2. Bänder des Sprunggelenks


Drei Gruppen von Bändern sorgen für Stabilität im Gelenk:

 

Außenbandkomplex

Der Außenbandkomplex besteht aus drei Bändern, die vom Außenknöchel des Wadenbeins zum Sprungbein bzw. Fersenbein verlaufen. Die drei Bänder werden nach ihrer Lokalisation am Sprunggelenk bezeichnet als

  • vorderes Sprungbein-Wadenbein-Band – Ligamentum talofibulare anterius
  • Fersenbein-Wadenbein-Band – Ligamentum calcaneofibulare
  • hinteres Sprungbein-Wadenbein-Band – Ligamentum talofibulare posterius

 

 

 

Innenbandkomplex

Von der Innenknöchelspitze zieht das Deltaband (Ligamentum deltoideum) mit vier Anteilen fächerförmig zum Sprungbein, zum Fersenbein und zum Kahnbein.

 

Syndesmose

Die Syndesmose bezeichnet eine Bandstruktur mit vier Anteilen zwischen Schienbein und Wadenbein. Die Syndesmose verleiht der Sprunggelenksgabel Stabilität.

 

 

3. Verletzungen am Sprunggelenk


Sprunggelenks-Verletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungen im Sport, ganz gleich, ob im Profi- oder Freizeitsport. Die Palette der Verletzungen an den Bändern des Sprunggelenks ist groß und reicht von Verstauchung und Kapsel- und/oder Bandzerrung über Kapsel- und/oder Bänderriss bis hin zum Syndesmosenriss.

 

 

Verletzungen am oberen Sprunggelenk


Die häufigste Verletzung am Sprunggelenk ist die Distorsion (Umknicken, Verstauchung) des oberen Sprunggelenks. Beim Laufen auf unebenem Grund oder bei mangelnder Konzentration in vielen, oft scheinbar ungefährlichen Situationen kann der Fuß leicht umknicken. Dabei werden Gelenkkapsel und die sie umgebenden Bänder über das normale Maß hinaus belastet und überdehnt.

Beim Umknicken nach außen können die Außenbänder reißen oder überdehnt werden. Zunächst ist stets das Ligamentum talofibulare anterius betroffen, bei kompletter Bandruptur reißen auch die beiden hinteren Bänder.

Knickt der Fuß nach innen um, kommt es meist zu Bandverletzungen des Innenbandkomplexes. Die Bandstrukturen an der Innenseite des Fußes sind wesentlich kräftiger als die auf der Außenseite und werden daher seltener beschädigt.

 

4. Behandlungen von Verletzungen des Sprunggelenks

 

Bei allen Kapsel-Band-Verletzungen im Bereich des Sprunggelenks ist die wichtigste Sofortmaßnahme: Kühlung und Kompression. Kühlung z.B. mit ELASTUS® - HydroCool, most active® -myogel oder mit der ELASTUS® -Kalt-/Warmkompresse Kompression mit geeigneten Tape-Verbänden oder der ELASTUS® -active Bandage.

Zunächst müssen eventuelle Verletzungen der Haut, wie Schürfwunden, gründlich desinfiziert und abgedeckt werden. ELASTUS® -HydroCool kann auch direkt auf Schürfwunden gelegt werden, die Inhaltsstoffe fördern die Wundheilung. Um Blutergüsse zu verhindern: Fuß hochlagern. Am sinnvollsten ist es, zunächst eine ELASTUS® - HydroCool in Verbindung mit der ELASTUS® -active Bandage anzulegen und später evtl. einen Salbenverband.

Zur Abklärung der Verletzungsart - Dehnung oder Riss der Bänder - einen Arzt aufsuchen, der die Festigkeit des Bandapparats überprüft. Bei Überdehnung der Bänder sollte durch geeignete Übungen die Unterschenkelmuskulatur gekräftigt werden, um so den überdehnten Bandapparat zu sichern. Die Verletzung muss vollkommen auskuriert werden. Unter Anleitung eines Physiotherapeuten gymnastische Übungen machen. Auch wenn der Fuß wieder schmerzfrei ist, die Behandlung noch eine Zeitlang fortführen, damit sich der Zustand stabilisiert. Andernfalls drohen erneute Verletzungen.

Je nach Schwere der Bandverletzung kann der Fuß in der Rehabilitation durch Tape-Verbände oder Bandagen gestützt werden. Beginnt der Sportler erneut mit dem Training, den Stützverband über einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen weiterhin anlegen.

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Haftungsausschluss:

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Most Active Health Care GmbH lediglich eine Behandlungsempfehlung ausspricht. Diese basiert auf den Erfahrungen der anwendenden Ärzte und Physiotherapeuten mit diesen Produkten. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Im Einzelfall empfehlen wir Ihren Arzt oder Physiotherapeuten zu konsultieren.