Home Sport-Verletzungen Fingergelenk

1. Anatomie der Fingergelenek

2. Der Daumen

3. Verletzungen der Finger

4. Behandlungen von Verletzungen der Fingergelenke


1. Anatomie der Fingergelenke


Die Finger bestehen aus drei Gliedern, die jeweils von zwei Gelenken zusammengehalten werden.

  • Zwischen den Mittelhandknochen und den Fingerknochen befinden sich Kugelgelenke. Die kugelschalenähnlichen Gelenke lassen Bewegungen in jede Richtung zu, sind aber durch Seitenbänder stark in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt (s. Abb.).
  • Zwischen den einzelnen Fingergelenken befinden sich Scharniergelenke. Bei dieser Gelenkform besteht ein Gelenkstück aus einer Walze mit Führungsrinne, das Gegenstück besitzt eine der Rinne entsprechende Führungsleiste. Das Gelenk gestattet nur Bewegungen in einer Ebene.
  • An den Fingergelenken sorgen Seitenbänder (Kollateralbänder) für Stabilität im Gelenk. Die Seitenbänder ermöglichen ein Spreizen der Finger (Adduktion und Abduktion). Die über und unter dem Gelenk verlaufenden Sehnen (Streck- und Beugesehnen), erlauben die Streckung (Extension) und Beugung (Flexion) der Finger. Beide Bewegungen in Kombination ermöglichen das Kreisen des Fingers (Zirkumduktion).



2. Der Daumen


Im Gegensatz zu den anderen Fingern besteht der Daumen (Pollex) nur aus zwei Gliedern. Das Gelenk zwischen Handwurzel und Mittelhand weist beim Daumen eine Besonderheit auf. Bei dem Gelenk handelt es sich nicht um eine Amphiartrhose (unbewegliche Gelenkverbindung), wie bei den anderen Fingern, sondern um ein sehr bewegliches Sattelgelenk. Ein Sattelgelenk bilden zwei aufeinandersitzende sattelförmige Gelenkkörper, die Bewegungen um zwei Achsen erlauben. Dem Daumen sind Adduktion und Abduktion (Spreizen), Opposition (Gegenüberstellen des Daumens gegen die anderen Finger) und Reposition, Flexion (Beugung) und Extension (Streckung) sowie Zirkumduktion (Drehung) möglich.



3. Verletzungen der Finger


Fingerverletzungen sind sehr schmerzhaft und haben oft einen langwierigen Heilverlauf mit teilweise erheblichen Bewegungs- und Druckschmerzen. Meistens tritt bereits nach kurzer Zeit eine starke Schwellung auf. Beim Bänderriss entsteht in der Regel das Gefühl der Gelenkinstabilität und der verletzte Finger kann von der üblichen Fingerposition abweichen.

Zu Verletzungen am Fingergelenk kann es bei einem Sturz auf den gespreizten Finger kommen sowie durch einen Schlag oder Tritt. Häufig entstehen Verletzungen durch unglückliches Auftreffen eines Balles auf die Finger oder durch Hängenbleiben am Trikot des Gegners.

 

Seitenbandverletzungen


Seitenbandverletzungen der Finger treten besonders häufig bei Sportarten wie Handball, Volleyball, Basketball und Rugby auf und werden auch bei körperkontaktbetonten Sportarten wie Fußball und American Football beobachtet. Die Patienten klagen bei Zerrungen und Rupturen über Schmerzen und Druckempfindlichkeit. Zur Funktionseinschränkung und Gelenkinstabilität kommt es vor allem bei vollständigen Rupturen. Häufig treten Schwellungen und Blutergüsse auf.

Eine Ruptur des Seitenbandes des Daumensattelgelenks kann beim Skilaufen durch ein Hängenbleiben des angewinkelten Daumens in der Stockschlaufe hervorgerufen werden. Bei dieser Bandverletzung am Gelenk können Knochenstücke mit abgerissen werden. Verletzungen dieser Art kommen besonders häufig beim alpinen Skisport vor, aber auch beim Handball oder Eishockey.

 

Verletzungen der Beugesehnen


Jeder Finger besitzt zwei Beugesehnen, die die Finger mit den Muskeln im Unterarm verbinden. In ihrem Verlauf werden die Beugesehnen durch Sehnenscheiden geschützt und geführt.

Zu einem Abriss der Beugesehnen kommt es selten. Häufiger werden sie durch direkte äußere Gewalteinwirkung verletzt. Der Finger kann bei einem Abriss nicht mehr gebeugt werden und hängt schlaff nach hinten.

 

Strecksehnenabriss


Bei einem Strecksehenabriss handelt es sich um einen Ausriß der Strecksehne am Fingerendglied. Das Gelenk lässt sich dann nicht mehr aktiv strecken. Mittel- und Ringfinger sind am häufigsten betroffen. Ein Strecksehnenabriss geht häufig mit einem knöchernem Ausriss einher. Diese Art der Verletzung kann bei Ballsportarten vorkommen, wenn der Ball unerwartet die Fingerspitzen trifft und eine kräftige Beugebewegung erzwingt.

 

Kahnbeinfraktur


Beim Sturz auf das ausgestreckte Handgelenk kann eine Kahnbeinfraktur (Verletzung auf der Daumenseite des Handgelenks) entstehen. Sie tritt häufig bei Sportarten wie Fußball, American Football, Eishockey und Handball auf. Die Kahnbeinfraktur wird nicht selten übersehen und als Verstauchung fehlgedeutet, da meist nur geringe Schmerzen auftreten. Nichterkennen und falsche Versorgung eines Kahnbeinbruches können jedoch zur Sportuntauglichkeit führen.

Symptome äußern sich meist durch örtlich, empfindliche Druckschmerzen, Bewegungsschmerz, Schwellung und Blutung sowie Kraftlosigkeit des Daumens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Behandlungen von Verletzungen der Fingergelenke


Bei leichten Stauchungen und Verrenkungen der Fingergelenke ist Selbsthilfe möglich: Zur Linderung der Schmerzen ELASTUS® - HydroCool , ELASTUS® -Kalt-/Warmkompresse oder als kühlendes Gel das most active® -myogel verwenden.

Verletzungen der Fingergelenke sofort mit einem Kompressionsverband z.B mit der der ELASTUS® -active behandeln. Idealerweise sollte das Gelenk auch gekühlt werden bspw. mit ELASTUS® - HydroCool.

 

Bei schweren Stauchungen sollte immer zuerst gekühlt werden. Als Nachversorgung eignen sich spezielle Tape-Verbände (ELASTUS® -tape) oder Salbenverbände (ELASTUS® -active). Dadurch wird, eine gezielte Ruhigstellung des verletzten Gelenks ohne die komplette Hand in ihrer Beweglichkeit einzuschränken, gesorgt. Kapsel- oder Bandverletzungen verlangen nach Schonung und Ruhigstellung. Eine Fingerschiene kann über Wochen getragen werden. Die Sportausübung ist damit weiterhin möglich.

Haftungsausschluss:

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Most Active Health Care GmbH lediglich eine Behandlungsempfehlung ausspricht. Diese basiert auf den Erfahrungen der anwendenden Ärzte und Physiotherapeuten mit diesen Produkten. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Im Einzelfall empfehlen wir Ihren Arzt oder Physiotherapeuten zu konsultieren.