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3. Verletzungen der Finger
Fingerverletzungen sind sehr schmerzhaft und haben oft einen langwierigen Heilverlauf mit teilweise erheblichen Bewegungs- und Druckschmerzen. Meistens tritt bereits nach kurzer Zeit eine starke Schwellung auf. Beim Bänderriss entsteht in der Regel das Gefühl der Gelenkinstabilität und der verletzte Finger kann von der üblichen Fingerposition abweichen.
Zu Verletzungen am Fingergelenk kann es bei einem Sturz auf den gespreizten Finger kommen sowie durch einen Schlag oder Tritt. Häufig entstehen Verletzungen durch unglückliches Auftreffen eines Balles auf die Finger oder durch Hängenbleiben am Trikot des Gegners.
Seitenbandverletzungen
Seitenbandverletzungen der Finger treten besonders häufig bei Sportarten wie Handball, Volleyball, Basketball und Rugby auf und werden auch bei körperkontaktbetonten Sportarten wie Fußball und American Football beobachtet. Die Patienten klagen bei Zerrungen und Rupturen über Schmerzen und Druckempfindlichkeit. Zur Funktionseinschränkung und Gelenkinstabilität kommt es vor allem bei vollständigen Rupturen. Häufig treten Schwellungen und Blutergüsse auf.
Eine Ruptur des Seitenbandes des Daumensattelgelenks kann beim Skilaufen durch ein Hängenbleiben des angewinkelten Daumens in der Stockschlaufe hervorgerufen werden. Bei dieser Bandverletzung am Gelenk können Knochenstücke mit abgerissen werden. Verletzungen dieser Art kommen besonders häufig beim alpinen Skisport vor, aber auch beim Handball oder Eishockey.
Verletzungen der Beugesehnen
Jeder Finger besitzt zwei Beugesehnen, die die Finger mit den Muskeln im Unterarm verbinden. In ihrem Verlauf werden die Beugesehnen durch Sehnenscheiden geschützt und geführt.
Zu einem Abriss der Beugesehnen kommt es selten. Häufiger werden sie durch direkte äußere Gewalteinwirkung verletzt. Der Finger kann bei einem Abriss nicht mehr gebeugt werden und hängt schlaff nach hinten.
Strecksehnenabriss
Bei einem Strecksehenabriss handelt es sich um einen Ausriß der Strecksehne am Fingerendglied. Das Gelenk lässt sich dann nicht mehr aktiv strecken. Mittel- und Ringfinger sind am häufigsten betroffen. Ein Strecksehnenabriss geht häufig mit einem knöchernem Ausriss einher. Diese Art der Verletzung kann bei Ballsportarten vorkommen, wenn der Ball unerwartet die Fingerspitzen trifft und eine kräftige Beugebewegung erzwingt.
Kahnbeinfraktur
Beim Sturz auf das ausgestreckte Handgelenk kann eine Kahnbeinfraktur (Verletzung auf der Daumenseite des Handgelenks) entstehen. Sie tritt häufig bei Sportarten wie Fußball, American Football, Eishockey und Handball auf. Die Kahnbeinfraktur wird nicht selten übersehen und als Verstauchung fehlgedeutet, da meist nur geringe Schmerzen auftreten. Nichterkennen und falsche Versorgung eines Kahnbeinbruches können jedoch zur Sportuntauglichkeit führen.
Symptome äußern sich meist durch örtlich, empfindliche Druckschmerzen, Bewegungsschmerz, Schwellung und Blutung sowie Kraftlosigkeit des Daumens.
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