1. Anatomie des Ellenbogen

2. Verletzungen am Ellenbogen

3. Behandlungen von Verletzungen am Ellenbogen

 

 


1. Anatomie des Ellenbogens


Der Ellenbogen ist ein Drehwinkelgelenk. Oberarmknochen, Elle und Speiche ermöglichen im Zusammenspiel Beugung und Streckung des Unterarms sowie die Drehung der Handflächen.

 

Beugung und Streckung des Ellenbogens


Die Beugemuskulatur (Bizeps) am Oberarm ist deutlich stärker ausgebildet als die Streckmuskulatur (Trizeps). Entwicklungsphysiologisch ist das dadurch zu erklären, dass die meisten Greif-, Tast- und Ausdrucksfunktionen der Hand in Beugestellung des Ellenbogengelenks durchgeführt werden. Im Sport, wo häufig eine maximale Streckung bzw. eine Feststellung des Ellenbogengelenks erforderlich ist (Kugelstoßen, Geräteturnen), stellt die Trizepskraft einen leistungsbegrenzenden Faktor dar. Bei übermäßiger Beanspruchung kann es zum Überlastungsschaden kommen.

 

Pro- und Supination im Ellenbogen


In Pronationsstellung (Handflächen nach unten bei angewinkeltem Arm) ist der untere Teil, der Sehnenabschnitt des Bizeps um die Speiche verdreht. In dieser Position können nicht alle Faseranteile beansprucht werden, woraus eine Kraftminderung resultiert. Bei einer einseitigen Bevorzugung der Pronationsstellung oder Fehlbelastung können Insertionstendinosen (siehe Verletzungen) auftreten.



2. Verletzungen am Ellenbogen


Tennisellenbogen

 

Der Tennisellenbogen ist der häufigste Überlastungsschaden am Ellenbogengelenk. Folgende Sportarten sind betroffen: Rückschlagspiele wie Tennis, Squash, Badminton, Kraftsport (Hantelübungen), Klettern und Skilanglauf (Stockarbeit). Zu der Überlastung führen häufig technisch fehlerhafte Bewegungen, falsches Material, fehlstatische Voraussetzungen und Übermüdung.
Der Tennisellenbogen äußert sich recht unterschiedlich, der Schmerz ist nicht immer eindeutig. Entweder tritt er plötzlich auf, etwa nach einem harten Match oder nach ungewohnter, einseitiger Belastung. Er kann sich auch allmählich entwickeln.
Im akuten Stadium bestehen heftige Schmerzen beim Greifen und Heben. Die schmerzhafte Stelle – der Knöchel an der Ellenbogen-Außenseite – ist druckempfindlich. Der Schmerz kann auch in den Unterarm ausstrahlen. An die Ausübung der Sportart, ist nicht mehr zu denken.
Der chronische Tennisarm entwickelt sich häufig, wenn akute Beschwerden nicht ernst genommen werden. Im Gegensatz zum akuten Tennisarm ist absolute Ruhe nicht unbedingt erforderlich. Die Schmerzen sind rückläufig, klingen aber nicht ganz ab. Manchmal ist das Ausüben der Sportart über eine begrenzte Zeit bei geeigneten Maßnahmen und dem Tragen einer wirksamen Bandage möglich. Erst ein ermüdendes Spiel führt zu erneuten Schmerzen.

 

Golfer- oder Werferellenbogen

 

Dabei handelt es sich um eine Überlastungsreaktion der Sehnenursprünge der Handgelenks- und Fingerbeugemuskulatur im Unterarm. Begünstigend wirken unsaubere Technik, vorzeitige muskuläre Ermüdung und Fehlstatik im Gelenk. Betroffen sind häufig folgende Sportarten: Stoß- und Wurfdisziplinen, Ballwurfsportarten, Klettern und Skilanglauf. Die Beschwerden beim Golfer- oder Werferellenbogen treten am inneren Ellenbogen auf. Es besteht die Gefahr, dass die Probleme von kleinen Kapsel-Bandeinrissen, in seltenen Fällen auch von knöchernen Sehnenausrissen herrühren.

 

Insertionstendinosen (Entzündungen der Sehnen)

 

Entzündungen am Ellenbogen können an den Sehnenursprüngen des Bizeps und des Trizeps auftreten und sind die Folge von Überlastungen. Die Insertionstendinose der Bizepssehne findet sich vor allem bei den Sportarten Geräteturnen, Bodybuilding und Krafttraining sowie Klettern. Es bestehen Schmerzen in der Ellenbeuge beim Beugeversuch gegen einen Widerstand und die Bizepssehne ist tastbar verdickt. Durch die entzündliche Verkürzung der Sehne kann der Arm nicht mehr vollständig gestreckt werden.
Die Trizepssehne kann sich bei Kugelstoßern, Boxern, Fechtern, Geräteturnern und Skilangläufern entzünden. Beim Ausüben dieser Sportarten stellt die Kraft und Schnelligkeit des Trizeps bei Streck-, Stoß- und Stützbewegungen im Ellenbogengelenk den leistungsbegrenzenden Faktor dar. Durch zu intensives kraft- oder schnelligkeitsbetontes Training kann es zu Sehnenentzündung kommen. Es treten Schmerzen bei der Armstreckung gegen Widerstand und beim aktiven Überstrecken auf und es bestehen Schmerzen bei Druck auf die entzündete Stelle.


3. Behandlungen von Verletzungen am Ellenbogen


Bei akuten Überlastungsschäden des Ellenbogens helfen Kälte und Schonung. Bis zum spürbaren Abklingen der Schmerzen werden mehrfach angelegte ELASTUS® - HydroCool Verbände empfohlen. Alternativ kann auch ein mehrstündiger Salbenverband (ELASTUS® -active) angelegt werden. Bei chronischen Verläufen sind ein warmes Armbad und ein anschließend angelegter Salbenverband wirksam. Dieser kann mit einer Plastikfolie abgedeckt und für etwa 30 Minuten mit einer Wärmflasche angewickelt werden. Für konstante Wärme sorgt ein Heizkissen. Hilfreich ist auch eine Selbstmassage der betroffenen Region. Den schmerzhaften Punkt mit dem Daumen der anderen Hand suchen, auf die schmerzende Stelle einen leichten Druck ausüben und mit dem Daumen massieren, bis das Schmerzempfinden nachlässt.
Generell sollte eine Trainingsumstellung erfolgen, um die überlastete Region im Ellenbogen zu schonen. Technik- und Materialumstellung (Schläger, Bälle) können viel bewirken. Auch funktionelle Verbände, sprich Tape-Verbände bzw. Salbenverbände sorgen für Entlastung beim Ausüben der Sportart. Lässt der Schmerz nicht nach, bleibt leider nur noch der Gang zum Physiotherapeuten.

Prophylaktisch wirken Kräftigungsübungen der Unterarm- und Oberarmmuskulatur (Bizeps und Trizeps) sowie Auf- und Abwärmübungen mit Muskeldehnungen. Der Muskulatur sollte ausserdem nach jeder Trainingseinheit eine Pause von 2 bis 3 Tagen gegönnt werden

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Haftungsausschluss:

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Most Active Health Care GmbH lediglich eine Behandlungsempfehlung ausspricht. Diese basiert auf den Erfahrungen der anwendenden Ärzte und Physiotherapeuten mit diesen Produkten. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Im Einzelfall empfehlen wir Ihren Arzt oder Physiotherapeuten zu konsultieren.